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Wie funktioniert die automatische SMS-Verständigung für Ärzte?

Praktische Ärzte können vom Einsatzleitsystem automatisch über Einsätze in ihrer Gemeinde/Region informiert werden. Gemäß einer Vereinbarung mit der Ärztekammer werden nur jene Ärzte von uns informiert, die diesen Wunsch auch explizit bei uns bekanntgeben haben. Diese Informations-SMS sind für den jeweiligen Arzt kostenfrei und ohne Verpflichtung. Der Arzt bekommt ein SMS mit allen relevanten Einsatzdaten und kann selbst entscheiden, ob er hinfährt oder nicht. Im tatsächlichen Einsatzfall (wenn der Arzt hinfährt) ist ein kurzer Anruf in der Leitstelle unter 144 wichtig, damit der zuständige Disponent diese wichtige Information hat.

Im Wochenendbereitschaftsdienst informieren wie den diensthabenden Spregenlarzt über relevante Einsätze via SMS immer dann, wenn der Notarzt einen langen/längeren Anfahrtsweg hat. Aber nur wenn der Disponent den Arzt auch tatsächlich anruft und fragt ob er hinfahren kann, dann ist es auch für ihn relevant bzw. auf Grund eines Ressourcenmangels unbedingt nötig. 

Die SMS-Info im Wochenenddienst kommt deswegen, da es ja sein kann, dass sich der Arzt im Rahmen eines Visite unmittelbar in der Nähe eines Notarzt-Einsatzes befinden (wir kennen den genauen Standort ja nicht). Wenn Sie nicht hinfahren können ignorieren Sie das SMS einfach, es ist eine INFO, keine Alarmierung.


Für detaillierte Informationen zur SMS-Verständigung für Ärzte klicken Sie hier


Wie läuft die Rettungsanforderung (Notarztanforderung) durch einen Arzt oder Pflegepersonal?

Bei medizinischen Notfällen wählen Sie immer den Rettungsnotruf 144. Ärzte und diplomiertes Pflegepersonal werden nicht nach einem Abfrageschema abgefragt, sondern es liegt im alleinigen Entscheidungsbereich des Anforderes (dh zB der DGKS, der Arzt, ...) welches Rettungsmittel geschickt werden soll. Bitte weisen Sie daher schon bei Beginn des Gesprächs darauf hin, daß Sie der Gruppe des medizinischem Fachpersonals angehören.

Der Leitstellenmitarbeiter fragt kurz nach Ort und Art des Notfalles und entsendet dann entsprechend der Anforderung des vor Ort befindlichen Fachpersonals das schnellsteintreffende Rettungsmittel. Ihr Gespräch mit NOTRUF NÖ verzögert die Alarmierung nicht, sondern dient dazu, genauere Informationen für die Einsatzkräfte zu bekommen! Unbemerkt von Ihnen laufen im Hintergrund viele Dinge gleichzeitig ab, um Ihnen rasche und vor allem effiziente Hilfe zu schicken. Je mehr Informationen dem Leitstellenmitarbeiter zur Verfügung stehen, desto effizienter kann er seine limitierten Rettungsmittel einsetzen.


Wie funktioniert die Anforderung eines Krankentransportes durch einen Arzt oder Pflegepersonal?

Für eine Krankentransportanmeldung wählen Sie 14841 (ASB) oder 14844 (RK). Ein Krankentransport benötigt immer einen ärztlichen Transportauftrag, ohne diesen sind die Rettungsorganisationen gewerberechtlich nicht befugt einen Krankentransport durchzuführen. Die Entscheidung welches Transportmittel notwendig ist obliegt dem Arzt, dieser stellt einen Transportauftrag aus. Der Transportauftrag muss zu Beginn des Transportes vollständig ausgefüllt vorliegen und wird dem abholenden Transportteam übergeben. Welche Kosten für einen Krankentransport übernommen werden, obliegt der Entscheidung des jeweiligen Sozialversicherungsträgers (NÖGKK, BVA, VA ÖBB, ...) und ist von Träger zu Träger unterschiedlich.

Der Leitstellenmitarbeiter fragt bei der telefonischen Anmeldung kurz nach Patientenname, Geburtsdatum, den genauen Zielort sowie die Transportart (gehend, sitzend, liegend, Rollstuhl) und den gewünschten Abholtermin.


 

Wartet der Krankentransportwagen gleich auf den Rücktransport in der Ordination?

Der KTW bringt den/die Patienten gerne in ihre Ordination zur Behandlung und übergibt sie dort in die Obhut des Arztes bzw. des Pflegepersonals. Ein Warten vor Ort auf den Rücktransport oder die Betreuung des Patienten in der Ordination ist aus rechtlichen und aus Kapazitätsgründen leider nicht möglich, selbst wenn die Behandlung nur kurz dauern sollte.

Auch ist es notwendig in der Ordination nötigenfalls entsprechende Heilbehelfe wie Rollstuhl, Liege, etc vorzuhalten, da der Rettungsdienst nach dem Umlagern die Gerätschaften natürlich gleich wieder mitnimmt.


Welche Transportmittel werden unterschieden?

Hier Klicken für Infos betreffend Fahrzeugtypen

 

Wie funktioniert der WOCHENTAGSNACHTbereitschaftsdienst, was muss der Arzt beachten?

Die Dienstzeit des Wochentagsnachtbereitschaftsdienstes ist an Werktagen von 19 bis 7 Uhr in der Früh. Zu Dienstbeginn meldet sich der dienstbereite Visitenarzt bei uns und gibt der Leitstelle seine aktuelle Erreichbarkeit bekannt (immer, zur Kontrolle). Die von den Telefonärzten vorabgeklärten Events werden dann von unseren Disponenten via Telefon und SMS an die Visitenärzte weitergegeben.


 

Was ist die Aufgabe der Leitstelle im Rahmen des WOCHENENDbereitschaftsdienstes, was muss der Arzt beachten?

Die Dienstzeit des Wochenendbereitschaftsdienstes ist von Samstag 7 Uhr bis Montag 7 Uhr und an Feiertagen vom Vorabend 20 Uhr bis zum Folgetag 7 Uhr. Die Aufgabe der Leitstelle ist vertraglich festgelegt ausschließlich die Weitergabe der Telefonerreichbarkeit des zuständigen Sprengelarztes. Ein Weiterverbinden oder die Weitergabe kommuliert gesammelter Visitenaufträge ist dabei dezitiert ausgeschlossen.

Eine Entsendung zu Notfällen erfolgt dann, wenn der diensthabende Sprengelarzt bei Notarzteinsätzen wesentlich schneller als das zeitgleich alarmierte Notarztmittel vor Ort sein kann, oder das eigentlich näheste Notarztmittel nicht verfügbar ist.